Krebs ist nicht geschlechtsneutral
Krebs trifft Männer und Frauen nicht gleichermaßen – so titelt Spektrum. Fazit ist, weil die Körper so geschlechtsspezifisch unterschiedlich sind, muss man sie anders behandeln.
In Sport, Medizin, Gesellschaft – immer und überall kann man Menschen zwischen Frau und Mann trennen und gesondert behandeln. Der Unterschied ist so fundamental, dass schon unsere Sprache bei Anrede und Bezeichnung vorsieht, das Geschlecht einer adressierten Person jederzeit zu berücksichtigen und generische Anreden abzulehnen sind. Aber wenn die einen lieber so denken und die andern anders, wenn die einen beruflich zum Beispiel lieber Richtung MINT streben, Interesse an Technik haben und die anderen lieber “etwas mit Menschen” machen wollen, dann soll das anerzogen sein? Lol…
Woran man sicherlich arbeiten kann, ist, dass man als Managerin oder Ingenieurin so viel mehr kriegt als beispielsweise der Krankenpfleger oder der Kindergärtner. (Ja, ich habe die Berufsbezeichnungen absichtlich genau so moviert, denn genau so kann das in unserer gleichberechtigten Gesellschaft tatsächlich ganz real im Einzelfall aussehen und daher kann man ein Beispiel genau so wählen statt die Geschlechter nur genau umgekehrt zu sehen.)
Alle gleichstellen ist dabei jedoch keine Lösung, denn das wird der aufwändigeren Ausbildung der Ingenieurin oder der Verantwortung der Managerin auch wieder nicht gerecht. Das Thema ist weit komplexer als das, die Einkommensschere ist hier sicherlich zu weit auseinander und das sollte man ändern, aber alle grundsätzlich gleichstellen kann keine Lösung sein, weil es am Ende krass unfair ist. Dass einfache Jobs, in denen mitunter Präsenz und einfache Zuneigung wichtiger ist als mühsam gelerntes Wissen, weniger wert sind als bspw. Knochenjobs oder Jobs, auf die man viele Jahre hart hinarbeiten muss, ist absolut nachvollziehbar.
Was wir aber definitiv nicht ändern sollten, ist, zu definieren, wer nun was bevorzugt macht.
Genau das ist aber das Ziel der feministischen Gleichstellung: Wir wollen 50% Quote in allen angesehenen Bereichen (ohne umgekehrt eine ähnliche Quote für alle anderen Bereiche einzugehen - aber das ist noch ein ganz anderes Thema, das zeigt, wie perfide die Absichten sind).
Nicht nur ist das Cherry-Picking an der Stelle deutlichst zu bemängeln, auch das ganze Vorhaben an sich ist unsinnig. Es führt dazu, dass in den Bereichen, in denen auch unter den Bewerbern ein deutlicher Männerüberschuss vorherrscht, zwangsläufig schlechter geeignete Frauen vor besser geeigneten Männern bevorzugt werden müssen. Jede auf diese Art besetzte Stelle sorgt dafür, dass zwei Personen letztendlich etwas machen, für das sie weniger gut geeignet sind: die einen, die gesellschaftlich genötigt werden, etwas zu machen, das sie eigentlich nicht machen wollen, nur weil es gesellschaftlich höher angesehen ist und besser vergütet ist und die jeweils andere, die das machen will und besser dafür geeignet wäre, aber nicht machen kann, weil die Stelle damit halt schon besetzt ist.
Gesellschaftlich kann dies als Ziel nicht sinnvoll sein.
Wichtig ist, dass es absolut kein Problem sein darf, wenn ein Mann Kindergärtner werden will oder eine Frau Ingenieur. Genau dass haben wir längst erreicht. Aber das heißt eben nicht, dass wir mit Druck und Regeln von außen nun dafür sorgen müssen, dass wir genauso viele männliche wie weibliche Kindergärtner benötigen und eben genauso wenig, dass es genauso viele weibliche wie männliche Ingenieure geben muss. Dass eine Gleichverteilung natürlich sei und somit anzustreben ist, widerspricht deutlichst dem Fakt, dass Frauen und Männer dermaßen unterschiedlich sind, wie immer und immer wieder festgestellt wird.
Das irrsinnigste daran ist, dass ausgerechnet die, die behaupten, eine Gleichverteilung sei das höchste Ziel, gleichzeitig die schärfsten Kämpfer für die Erkenntnis sind, dass Mann und Frau grundlegend verschieden sind und unterschiedliche Bedürfnisse haben.
Wenn Dummheit weh täte, müssten die doch schreiend durch die Gegend laufen.
Moment mal, tun sie ja doch auch. Es ist wohl die aktuell mit Abstand politisch lauteste Gruppe.