unbekannte spezifische Eigenschaft des Urinausgangs
Zum Thema: „Was man früher wusste, weiß man heute nicht mehr“.
Gerade über eine Aussage gestolpert, bei der sich eine Person mit weiblichem Namen und weiblich wirkendem Profilbild darüber echauffiert, dass es wohl ganz üblich kein Toilettenpapier bei Urinalen gibt. Mit einem Ausdruck der Verwunderung darüber, dass dies nicht eingefordert würde.
Das stand zwar an sich in einem humorvollen Kontext mit Antworten darauf, die den Ursprungsbeitrag auf’s Korn nehmen. Erst dachte ich, das ist halt insgesamt ein Scherz und so nie wirklich passiert. Aber es finden sich im Netz tatsächlich solche Forderungen, die die Autorinnen scheinbar ernst meinen. Der Vorwurf geht tatsächlich teils noch weiter und stellt das offenbar recht unbekannte, fremde Geschlecht an der Stelle gar unter Generalverdacht, bewusst unhygienisch sein zu wollen.
Das spiegelt so ein wenig unsere Gesellschaft wider. Deren Wissen und Konzentration von geschlechtsspezifischer Anpassungen sich halt immer mehr rein am weiblichen ausrichten. Es ist immer mehr üblich, auch trotz offensichtlicher Unkenntnis über Spezifika und typische Eigenschaften des männlichen Körpers, Aussagen über diesen zu treffen. Darauf können durchaus signifikante Entscheidungen beruhen.
Und so würde es mich nicht wundern, wenn – fernab jeglicher Sinnhaftigkeit eines solchen Vorhabens – es bald wirklich Toiletten geben wird, die Papier im Umfeld von Urinalen anbieten.
Solch Unsinn wundert mich so langsam echt nicht mehr.