Sickergruben
Früher gab es weniger Häuser, in denen im Schnitt bei kleinerer Größe mehr Menschen auf einem Fleck lebten und recht wenig Kanalisation. Matsch- und Schotterstraßen auch in den Städten und Straßengräben, in denen das Wasser steht und versickert.
Früher üblich: Wasser versickert. Sogar das der Dächer. Entweder weil es eh neben dem Haus auf den Boden tropft oder in sogenannten Sickergruben aufgefangen wird, die dieses anschließend kontinuierlich dem Grundwasser zuführen. Noch bis vor wenigen Jahrzehnten absolut üblich.
Heute dagegen: Mehr Häuser, größere Häuser. Deutlich mehr Wohnfläche pro Person. Deutlich mehr versiegelte Fläche. Mit großflächiger Entwässerung über Kanalisation und Flüsse. Regenwasser von Dächen und Straßen wird großflächig und effizient über die Kanalisation abgeführt. In manchen Gebieten recht beträchtliche Flächenanteile werden effizient über Kanalisation und Flüsse entwässert.
Wenn an solchen Orten der Grundwasserspiegel sinkt, würd ich das daher nicht ungeprüft eines etwaigen Mehrverbrauches des Menschen oder gar einer Klimaänderung zuschreiben.
Tatsächlich deutet sich sogar gegenteiliges an, wenn Talsperren sogar zuletzt beim vermeintlich trockensten Sommer aller Zeiten besonders voll sind.