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Genus = Sexus

Genus = Sexus – und warum wir da sind, wo wir nie hin wollten

Die seit einiger Zeit stattfindende Kontroverse um die Bedeutung des grammatischen Geschlechts (Genus) und dessen Auswirkungen auf das natürliche Geschlecht (Sexus), also dass wir den Genus in der Grammatik berücksichtigen müssen, weil er Einfluss auf die Wahrnehmung des Geschlechtes von Menschen hat, beruht recht grundsätzlich auf Annahmen, die insbesondere auf eine Abhandlung von Josef Klein zurück gehen: Benachteiligung der Frau durch das generische Maskulinum – eine feministische Schimäre oder psycholinguistische Realität? In: Norbert Oellers (Hrsg.): Germanistik und Deutschunterricht im Zeitalter der Technologie: Selbstbestimmung und Anpassung. Niemeyer, Tübingen 1988.

Klein war dabei einer der ersten, wenn nicht gar der erste, der den Begriff des Generischen Maskulinums verwendet und die Verwendung der damit bezeichneten Form einer geschlechtsneutralen Anrede verurteilt hat. Seine Untersuchung ist einer der Grundpfeiler der Gender-Bewegung. Auf sie wird gerne verwiesen, aus ihr zitiert, so natürlich auch in der Wikipedia. Sie wurde und wird genutzt um diese Form der Geschlechtsneutralen Anrede als nicht geschlechtsneutral zu diskreditieren.

Jedoch hat sich offensichtlich keiner der vielen, die diese anführen, zitieren und die eigene Ansicht hiermit untermauern, diese Untersuchung einmal wirklich genau angeschaut. Denn schon auf den ersten Blick spricht diese recht wenig dafür, wofür sie oftmals herangezogen wird, also bspw. dass “alternative Formulierungen (insbesondere mit Binnen-I, Beidnennung und Schrägstrichschreibweise; weniger mit Neutralisierung) […] von Versuchspersonen weniger häufig als generisch verwendete Maskulina ausschließlich auf männliche Referenten bezogen [werden]”, wie es Wikipedia dieser Untersuchung bspw. im Artikel zum Generischen Maskulinum zuschreibt (also besagter Wortneuschöpfung der damaligen Zeit mit genau diesem Zweck der Diskreditierung). Dem ist gar nicht so.

Nicht nur werden falsche Schlüsse aus der Untersuchung gezogen, es gibt auch in dieser selber eklatante Mängel, weshalb das Fazit sowieso ein ganz anderes ist, als in dieser behauptet wird. Dazu muss man den Artikel Kleins jedoch lesen, vollständig, und auch verstehen. Diese Abhandlung hier setzt genau das voraus und kann daher nur damit zweifelsfrei nachvollzogen werden.

Genau jetzt ist daher der richtige Zeitpunkt, sich besagte Abhandlung Josef Kleins wirklich einmal durchzulesen. Ich habe dies in der Bonner Universitätsbibliothek getan. Sie lässt sich aber auch in vielen anderen finden.

In der Untersuchung Kleins wird Teilnehmern die Aufgabe gestellt, in 6 Lückentexten Anreden und Vornamen zu ergänzen. Hierzu wird entweder, in Test A, eine in der Grundform (neudeutsch: im Generischen Maskulinum, wie “die Wähler”) formulierte Situationsbeschreibung vorgegeben oder, in Test B, diese unter Zuhilfenahme der Beidnennung männlicher und weiblicher Bezeichnungen gegeben (wie bspw. “die Wähler und Wählerinnen”). Die Probanden sollen dabei, laut Klein, einen möglichst guten Bevölkerungsschnitt abgebildet haben; alle sozialen Schichten sollen abgebildet worden sein und insbesondere möglichst gleich viele Männer und Frauen teilgenommen haben.

Nun haben in allen Fällen, bis auf eine einzige Ausnahme, die Probanden überwiegend männliche Anreden und Vornamen gewählt, in Test A sowie auch in Test B, also insbesondere auch bei den in Aufgaben in Beidnennung. Der Unterschied zwischen den Tests ist vernachlässigbar gering gegenüber der Varianz innerhalb der Tests sowie der Geschlechter an sich. Dennoch zieht er ganz andere Schlüsse aus dem Ergebnis. Er zieht seine Schlüsse, ob der höheren Varianz innerhalb Test A bzw. innerhalb Test B, alleinig aus dem geringen Unterschied zwischen Test A und Test B.

Sein Fazit, auf das sich so gern berufen wird, beruht darüber hinaus auf weiteren Fehlern, die sich erstens aus der Auswahl der Aufgabenstellungen an sich ableiten, sowie aus dem fehlenden Rückschluss aus dem Ergebnis, welches, ganz entgegen seines eigenen Fazits, klar zeigt, dass der Geschlechtsbezug in den Antworten ziemlich unabhängig von den gewählten Testbedingungen zu A - der Aufgabenstellung mit angeblich maskulinem Genus, dazu später mehr - und den Testbedingungen zu B - der Aufgabenstellung mit feminin/maskuliner Doppelnennung - ist und somit insbesondere die Bedingung A, ganz entgegen seines gewählten Fazits, hier gar keine besondere Rolle spielen kann.

Damit das Fazit seiner Abhandlung korrekt hergeleitet werden kann, müssten die Aufgaben nicht nur jeweils geschlechtsneutral formuliert sein, sondern auch in einem ansonsten geschlechtsneutralen Kontext stehen. Jegliche Abweichung und jeglicher geschlechtsbehaftete Bezug der Aufgaben verfälscht das Ergebnis, da damit ein jeweils unterschiedlicher geschlechtsspezifischer Bias in den Antworten ganz natürlich ist und hieraus somit keine Schlüsse bezüglich Auswirkungen der unterschiedlichen Formulierung der Aufgaben selber gezogen werden können. Genau das wiederum ist nun jedoch in der Untersuchung von Klein der Fall, wie Klein durchaus selber schon bemerkt, aber ignoriert. Er verstößt damit gegen seine eigenen Prämissen.

Begründung: Die Aufgaben 3, 4 und 6 zeigen sich schon damals als eben sehr ungünstig gewählt, was auch in der Untersuchung selber durchaus schon angesprochen wird. Sie verstoßen teils eklatant gegen die selbst vorausgesetzten Prämissen. Dennoch verbleiben diese, wie gesagt, trotz der teils schon damaligen Erkenntnis, in der Auswertung enthalten und führen so zu einem verfälschten Ergebnis: sie machen das Ergebnis der Untersuchung, so wie es heute genutzt wird, überhaupt erst möglich.

Tatsächlich dominieren ganz andere Faktoren das Ergebnis als Titel und Fazit der Untersuchung hervorheben und auf das sich so viele beziehen. Für das angedachte Ziel, Rückschlüsse der Formulierungen aus beiden Tests A und B miteinander in Relation zu setzen, müssten sich die Ergebnisse dieser beiden Tests deutlicher unterscheiden als eine sowieso schon vorhandene Divergenz innerhalb der jeweiligen Gruppen. Einerseits müsste das Ergebnis zwischen Test A und B deutlicher sein als das innerhalb derer Test A und derer innerhalb Test B und andererseits aber auch deutlicher als innerhalb der Gruppe der Männer und der Gruppe der Frauen. Dies ist jedoch gar nicht der Fall. Weder unmodifiziert, aber insbesondere dann nicht, wenn man - wie oben gesagt, die Testbedingungen müssen ja in allen Testgruppen möglichst neutral sein - eine möglichst neutrale Auswahl der Testaufgaben trifft.

Schon bei der Beidnennung (Test B), die ja eben zum Ziel hat, nun wirklich geschlechtsneutral zu sein, zeigt das Ergebnis ja doch eben eine klare geschlechtliche Tendenz. Und das eben nicht relevant weniger als bei der Test A, bei der eine angeblich geschlechtsbehaftete Grundform (neudeutsch: das Generische Maskulinum) genutzt wurde. Und dieser so schon zu geringe Unterschied verschwindet fast vollends, wenn man sich auf einen möglichst geschlechtsneutralen Kontext beschränkt - bspw. hier Aufgaben 1, 2 und 5. Das Ergebnis der Untersuchung ist somit - kann es nur sein: Der Effekt eines Geschlechtsbezuges durch Verwendung der Grundform (neudeutsch: dem Generischen Maskulinum) ist vernachlässigbar.

Begründung: Das Fazit Kleins bezieht sich darauf, dass die Ergebnisse zwischen Test A - der Aufgabenstellung mit angeblich maskulinem Genus - und Test B - der Aufgabenstellung mit feminin/maskuliner Doppelnennung - relevant[sic] voneinander abweichen. Das heißt, Grundlage des Fazit ist das Ergebnis, dass man bei einer Doppelnennung ein entscheidend[sic] anderes Ergebnis erhält als bei Verwendung des Generischen Maskulinum (siehe bspw. auch das Zitat aus der Wikipedia oben) und somit eine geschlechtliche Einseitigkeit der Ergebnisse auf die maskuline Form in Test A zurückzuführen sei.

Das ist, wie schon oben festgestellt, sowieso schon gar nicht der Fall. Die Divergenz innerhalb der Tests ist höher als zwischen diesen. Dies ist Klein jedoch egal, er lässt diese Voraussetzung außer Acht und bezieht sich dennoch auf den kleineren Unterschied auch zwischen den Tests A und B und zieht hieraus seine Schlüsse. Ein Fehler, der auch gerne von Anhängern diverser Rassentheorien gemacht wird, wenn man sich auf Unterschiede zwischen zwei Gruppen konzentriert und diese innerhalb der jeweiligen missachtet. So kann man Menschen anhand ihrer Hautfarbe einteilen, kann hier aber dennoch nicht von verschiedenen Rassen sprechen, da die genetische Varianz innerhalb derer mit dunkler bzw. heller Hautfarbe höher ist als zwischen diesen. Das ist nun auch der hier in der Untersuchung bzgl. der geschlechtsbezogenen Wahl der Antworten der Fall: Die Varianz innerhalb der Gruppen ist höher als zwischen diesen. Und während man bei besagten Rassentheorien durchaus noch anbringen kann, dass Varianz und Gleichheit jeweils ganz andere Teilstücke des Erbguts betrifft und man in der Tat - wie man es bspw. in der Hundegenetik macht - anhand bestimmter genetischer Marker Einteilungen treffen könnte (was wir als Gesellschaft, zum Wohle der Gemeinschaft aller, definitiv nicht tun sollten), geht das hier im Falle Kleins innerhalb des gleichen Themas (also quasi innerhalb des gleichen DNA-Abschnittes) eben nicht. Der Irrtum wiegt hier somit gar noch höher.

Notwendig (aber nicht hinreichend, dazu später noch mehr) um die Varianz zwischen den Aufgaben zu erhöhen und überhaupt die Möglichkeit zu schaffen, auf ein anderes Fazit zu kommen, ist dabei, und daher macht Klein dies, die Aufgabenstellungen mit geschlechtsbehaftetem Kontext mit zu nutzen, und somit die das Ergebnis verfälschenden Aufgaben in das Ergebnis einfließen zu lassen: besagte Aufgaben 3, 4 und 6.

Insbesondere Aufgabe 6 trägt hier maßgeblich zum Fazit Kleins bei: der Name des Schülers. Diese ist durch die größte Abweichung maßgeblich für das von Klein gewählte Fazit verantwortlich. Schüler und Schülerinnen wurden jedoch schon damals ganz üblich doppelt benannt. So ist es daher gar kein Wunder, dass bei der Frage nach “einem Schüler” ein etwas anderes Ergebnis heraus kommt als bei der Frage nach “einer Schülerin oder einem Schüler”. Auch das Thema Einkaufen war damals alles andere als geschlechtsneutral. Somit steht die Aufgabe zum Supermarktkunden ebenfalls alles andere als neutral da. Die geringste Abweichung (also die geringste verfälschende Wirkung) der drei zu bemängelnden Aufgaben geht dabei noch aus Aufgabe Nummer 3 hervor, die mit einer Person, die einen Wahlraum nicht finden kann, zwar gesellschaftlich auch eher nicht in einem neutralen Kontext stand, das aber weniger offensichtlich ist als bei den zwei anderen und somit auch im Ergebnis weniger verfälschend wirkt.

Lässt man nun diese drei Aufgabenstellungen weg und beschränkt sich auf die verbliebenen, (nicht wirklich absolut aber doch noch eher) neutraleren Aufgaben, spätestens dann ist das Ergebnis ein völlig anderes. Die Abweichungen zwischen Test A und Test B liegt zwischen 1 und 3 %-Punkten und damit gar klar unterhalb der Fehlerquote (7% bei Test A und 4% bei Test B) und insbesondere ganz im Rahmen der Abweichung innerhalb auch der Fehlerquote selber (3 Prozentpunkte). Wissenschaftlich gesehen liegt das Ergebnis somit innerhalb der Messungenauigkeit.

Apropos: Ich verwende hier zur Bezeichnung der Differenz zweier Prozentwerte den Ausdruck “Prozentpunkte”. Klein selber nutzt diesen nicht und bezeichnet Abweichungen zweier Prozentwerte durchaus ebenfalls als Abweichung in “Prozent”. Das ist nicht korrekt und irreführend.

Allerspätestens wenn man nun die generell sowieso schon unterschiedlichen Anteilen gewählter weiblicher und männlicher Anreden in Test A und in Test B noch berücksichtigt, welche deutlich im zweistelligen Bereich liegen (teils über 50%-Punkte Differenz), ist das Ergebnis des verschwindend geringen Unterschieds zwischen Test A und Test B schlicht ohne Bedeutung, selbst wenn man die verfälschenden Aufgaben mit wertet. Absolut dominant in allen Fällen, also insbesondere auch der bewusst gewählten neutralen Formulierungen, ist die generelle geschlechtsbezogene Abweichung. Aus einem deutlich geringeren Unterschied zwischen den Fällen A und B können somit keine sich darauf relevant stützenden Schlüsse abgeleitet werden.

Genau das geschieht aber. Und zwar, wie schon gesagt, nicht nur insbesondere auf Grundlage der in der Auswertung enthaltenen, möglichst verfälschenden Aufgabenstellungen, sondern insbesondere auch ungeachtet einer insgesamt hohen Varianz innerhalb der Gruppen. Klein fokusiert sich dennoch auf die viel kleinere Abweichung zwischen den Tests und zieht Schlüsse aus dieser wesentlich unbedeutenderen Varianz. Eben weil genau das offensichtlich das Ziel ist.

Somit beruht das Fazit Kleins auf einem klaren Fehler und ist somit natürlich ebenfalls falsch. Aus Falschem kann nun bekanntlich Beliebiges folgen. Und das wiederum war nun offensichtlich das eigentliche Ziel. Denn wenn das Ziel der Untersuchung war, ungeachtet einer etwaigen anders gearteten Realität auf jeden Fall ein Fazit zu ziehen, so dass das Generische Maskulinum dem entspricht, was man ihm mit Hilfe dieser Untersuchung nun über die letzten Jahrzehnte vorgeworfen hat, dann ist das Ziel der Studie ja nun wahrlich übererfüllt worden: Man hat in der Folge so einiges daraus abgeleitet und danach gehandelt. Bis hin zu einer Umstrukturierung der Sprache selber.

Dazu, und was das für Folgen für unsere Gesellschaft hat, später mehr. Erst einmal noch weiteres zur Studie:

Korrigiert man den Fehler, folgt hieraus noch viel deutlicher, dass der jeweilige spezifische Situationskontext eben doch maßgeblicher Einflussfaktor ist - also der Kontext und eben nicht die Aufgabenstellung an sich. Insbesondere, aber nicht nur, folgt dies aus dem eklatanten Unterschied im Ergebnis zwischen den Fragen 1, 2 und 5 gegenüber 3, 4 und 6. Die Abweichung unter der Berücksichtigung des Kontext, also zwischen den Fragen mit geschlechtsbezogenem Kontext und denen ohne einen solchen, ist deutlich höher als die Abweichung, auf die Klein sich bezieht. Daraus wiederum folgt, dass das grammatische Geschlecht (Genus) eher bedeutungslos ist (-> kaum Abweichung zw. Test A und B verglichen mit denen innerhalb Test A und Test B), sondern der Kontext entscheidend ist. Das genaue Gegenteil somit von dem, was Klein als Fazit gezogen hat und anschließend bis heute hochgradig angewendet wurde und weiterhin wird.

Die Untersuchung unterstützt somit (ganz entgegen dem damaligen Punkt 1 des Fazits) Kalvenkämpers damalige Auffassung: Eine überwiegend männliche Assoziation ist gesellschaftlich bedingt und nicht der Grammatik geschuldet. Das grammatikalische Geschlecht hat im neutralen Kontext (ganz entgegen dem damaligen Punkt 2 des Fazits) eben keine Verstärkerwirkung. Diese trifft nur - auch das zeigt die Studie, wenn man die Wahl auf die Aufgabenstellungen mit Geschlechtsbezug beschränkt - im sowieso schon stark geschlechtsbehafteten Kontext zu und da soll genau das dann ja auch sein. So ist es in einer Sprache, in der zwischen männlichen und weiblichen Schülern anhand “Schüler” und “Schülerin” unterschieden wird, selbstverständlich erwünscht, dass mit einer Ansprache an “Schüler” nur männliche Schüler adressiert werden! Somit ist es völlig natürlich, an der Stelle eine verstärkende Wirkung aus dem grammatischen Geschlecht zu erkennen, sofern nur eines davon genutzt wird, wie dies ja auch schon damals in der Studie zu erkennen war und ausgenutzt wurde (siehe die besonders hohe Abweichung in Aufgabenstellung 6).

Die Erkenntnis, dass selbst bei feminin/maskuliner Doppelform eine eingeschlechtliche Dominanz zu sehen ist, so wie es die Untersuchung damals zeigt (Punkt 3 des Fazit), lässt dabei am Ende nicht nur den Schluss zu, dass das grammatikalische Geschlecht offensichtlich eine geringere Rolle spielt, sondern dass wir an völlig anderen Stellen hätten arbeiten sollten: Dem Kontext. Also der gesellschaftlichen Basis. Der klare geschlechtliche Bias im Ergebnis insbesondere eben auch bei geschlechtsneutraler Aufgabenstellung mit feminin/maskuliner Doppelform zeigt klar und deutlich ein gesellschaftliches und kein grammatisches Problem! Wir müssen an der Gesellschaft arbeiten, aber doch nicht die Grammatik ändern.

Die Chance jedoch haben wir verpasst. Wir haben das Gegenteil gemacht und uns insbesondere an der Grammatik aufgegeilt und diese in Angriff genommen. Und verschärfen die gesellschaftlicher Problematik damit nur. Wir haben insbesondere ein Generisches Feminin eingeführt (bspw. Bürger*in), welches mehr dem Rachegedanken einer sich im Nachteil wähnenden radikalen Minderheit entspricht als wirklich eine Lösung darstellt. Aber - wir wollen es halt so!

Darüber hinaus - also ein völlig anderer Punkt - ist Kleins Aufbau der Studie sowieso schon vom Grundsatz her falsch, da hier vielfach gar keine “sexusindifferente […] Verwendung maskuliner[sic] Substantive oder Pronomen” (Wikipedia zum Generischen Maskulinum) vorliegt, da die Substantive hier überwiegend in der Mehrzahl (dem Plural) stehen und diesen somit kein maskuliner, sondern ein femininer Artikel beisteht. Dass trotz der femininen (und eben nicht maskulinen!) grammatischen Form der Aufgabenstellungen hier so deutlich männliche Anreden und Vornamen gewählt wurden, kann somit schlicht gar nicht durch die maskuline Grammatik hervorgerufen worden sein. Auch dieser eklatante Mangel, der einem direkt ins Auge springen muss, wird seit Jahrzehnten ignoriert. Man ist somit nun schon einige Jahrzehnte einem Hoax hinterher gerannt. Da kann man sich nur an den Kopf fassen. Ein Picard’scher Facepalm.

Selbst Kleins Prämissen sind schon nicht korrekt. So setzt er in Prämisse 1 voraus, dass ein Zusammenhang zwischen der Wahl der Person, die man in seinen Lückentexten einträgt, und dem angenommenen Geschlecht der Gruppe besteht, die man an der Stelle adressiert sieht und somit adressieren möchte. Dem ist aber gar nicht so. Die Teilnehmer der Untersuchung waren sich sicherlich sehr wohl bewusst, dass die Sätze geschlechtsneutral sind und dass, wenn sie eine Person auswählen, diese nicht für das Geschlecht der ganzen Gruppe steht. Genau das wird aber hier vorausgesetzt und aus der Wahl des Genus eine Wahl des Sexus abgeleitet. Dabei ist das völlig unsinnig. Bei der Aufgabenstellung “Jeder Einwohner der Stadt” war mit absoluter Sicherheit genauso vielen Leuten wie bei “Jede Einwohnerin und jeder Einwohner der Stadt” klar, dass jeweils in beiden Fällen diese “Einwohner” völlig unabhängig ihres Geschlechtes gemeint sind. Das Ergebnis unterscheidet sich daher auch nicht relevant voneinander. Dennoch wird aus dem Ergebnis, dass überwiegend eine männliche Anrede genutzt wird, abgeleitet, dass hier wohl männliche Einwohner assoziiert wurden. Dass der überwiegende Teil der Teilnehmer dachten, dass die Einwohner Aachens nur Männer sind, ist an Unsinn wohl kaum zu überbieten, wäre demnach aber hier Voraussetzung.

Auch Prämisse 2, dass nur Aufgaben gewählt wurden, bei denen unter den Adressaten eine geschlechtliche Gleichverteilung herrscht, trifft kaum besser zu. So ist, wie schon oben behandelt, weder die Gruppe der Kunden des Tante-Emma-Ladens seinerzeit gleichverteilt unter den Geschlechtern, noch ist die Frage nach einem Schüler neutral, wenn hier schon damals Schüler und Schülerinnen üblicherweise getrennt bezeichnet wurden.

Selbst Prämisse 3 ist nicht korrekt, denn auch diese lässt bewusst eine Einseitigkeit zu: Die Formulierung mit “mindestens ebenso” lässt die deutliche Dominanz eines der beiden Geschlechter zu, weshalb auch eine deutliche Einseitigkeit nicht gegen die Prämisse verstößt, so wie geschehen.

Seine daraufhin genannte Voraussetzung, dass seine Prämissen 2 und 3 dazu führen, dass sich eine Gleichverteilung zwischen der Wahl einer weiblichen und einer männlichen Anrede einstellen müsste, wenn es keine sexistische Schlagseite zugunsten eines Geschlechtes gibt, hat erstens schon mal rein gar nichts mit dem grammatischen Geschlecht zu tun. Das folgt insbesondere daraus, dass sich an der Stelle Test A und Test B so gut wie gar nicht unterscheiden: bei beiden gibt es ziemlich gleichermaßen einen klaren Überschuss männlicher Anreden und Vornamen. Es zeigt aber eben auch insbesondere sowieso überhaupt gar keinen Bias in der Bevölkerung, wenn sich auch alle die, denen absolut klar ist, dass keine der Testgruppen von irgend einem Geschlecht dominiert wird, dennoch für eines entscheiden müssen und es völlig unabhängig von einer realen Bevölkerungsverteilung davon völlig unabhängige Präferenzen gibt. Wenn einem Teilnehmer absolut klar war, dass die Aufgaben jeweils alle neutral sind, er sich aber dennoch für ein Geschlecht entscheiden muss (was so offensichtlich die Auffassung war, wenn Beidnennungen gerade mal ähnlich oft vorkommt wie ungültige Stimmen) und er beispielsweise einen männlichen Namen wählt, weil Max Mustermann seinerzeit als ein Paradebeispiel für eine beliebige Person in der Bevölkerung herhält, heißt das eben noch lange nicht, dass alle die, die halt nach der Frage nach einer beliebigen Person aus der Bevölkerung einen solchen Max Mustermann wählen, an der Stelle einen geschlechtlichen Bias bzgl. der Bevölkerung haben. Genau DAS wird hier aber vorausgesetzt! Genau darauf baut die Studie auf! Eine Farce.

Das Ergebnis, dass es keinen solchen Bias in der Bevölkerung gibt, ist bei dem Aufbau der Untersuchung so letztendlich daher gar nicht möglich und das Ergebnis insgesamt wertlos. Wenn überhaupt irgend etwas in der Untersuchung zu sehen ist, dann dass Max Mustermann zu der Zeit tatsächlich für eine beliebige Person steht und dass hierbei der Unterschied zwischen einer Formulierung in der Grundform und Beidnennung ziemlich bedeutungslos ist.

Mithin: Will man das nun ändern, ist das Ändern der Grammatik der absolut verkehrte Ansatz.

Dass die Ergebnisse der Untersuchung dennoch anders definiert und ein völlig falsches Fazit generiert und genutzt wurde, kam schlicht gelegen und wurde ausgeschlachtet. Ist doch egal, wenn’s Bullshit ist, so lang es der Sache zuträglich ist.

Statt diesen Hirngespinsten hinterherzulaufen, hätten wir besser nicht die Grammatik geändert, sondern hätten uns besser auf die Einstellung in der Gesellschaft konzentrieren sollen. Das wurde jedoch recht grundlegend und insbesondere von der feministischen Bewegung völlig falsch verstanden (bzw. ist halt eben gar nicht erwünscht) und so sehen wir heute eine deutliche Verschärfung des Themas statt eine gerechtere Welt. Wir leben in einer Welt, in der einseitig geschlechtsbezogene Gesetze (“Der Mann…”) existieren, Quotenregeln (also eine geschlechtsbezogenen einseitigen Bevorzugung) gelten und letztendlich gar per Definition eine nur von Frauen gewählte Frau für Gleichberechtigung zuständig ist (siehe insb. Öffentlicher Dienst) und genau das ausgerechnet von denen durchgedrückt, die vorgeblich besonders für Gleichstellung und Gleichberechtigung eintreten. Von echter Gleichstellung und Gleichberechtigung können wir damit wohl kaum weiter entfernt sein.

Mit viel Tamtam und Vehemenz wurde und wird also nun die Sprache verändert. Die Sprache wurde - insbesondere in den Medien - deutlich verändert. Ohne dass der erwünschte bzw. gar erwartete Effekt einer Verbesserung der Gesellschaft hierdurch eintritt. Was bei so eklatanten Fehlinterpretationen wie hier bzgl. dieser Studie eben auch gar kein Wunder ist.

Herzlichen Glückwunsch und Danke für nichts.

Ja, eine deutliche Verschärfung des Themas ist offensichtlich erwünscht und das Ziel. Denn erst die darauf folgenden Entwicklungen, nämlich dass wir nun tatsächlich (wie gesagt, insbesondere in den Medien) allgegenwärtig auf Geschlechtsbezüge geachtet werden muss, eine Pflicht zur Doppelnennung bzw. insbesondere das Hervorheben geschlechtlicher Unterschiede bestehen, führt dazu, dass die grammatisch maskuline Form nun auch wirklich geschlechtlich männlich assoziiert wird. Eine Art selbsterfüllende Prophezeiung.

Klar, wenn man das 30 Jahre lang predigt, was soll dann auch anderes dabei herauskommen?

Wenn man eingetrichtert bekommt, dass erst “liebe Kunden und Kundinnen” alle anspricht und man keinesfalls “liebe Kunden” ausrufen darf, wenn man alle ansprechen will, weil Kunden ja nur die männlichen sind, erst damit wird überhaupt dieser Unterschied in die Sprache eingebracht. Während “liebe Kunden” früher tatsächlich eine neutrale Anrede war und daher in der Praxis absolut üblich, ist es das mittlerweile nicht mehr.

Genau DAS ist passiert bzw. passiert aktuell.

Und das Ergebnis nun, das lässt sich schon prima anhand der damaligen Studie voraussagen: Aufgabe 6, die zum Schüler, zeigt dies durch den sehr deutlichen Unterschied in den Ergebnissen in Test A und Test B sehr deutlich.

Erst durch die nun seit einigen Jahren erfolgte Doppelnennung und das Hervorheben des weiblichen Geschlechtes wird die grammatisch männliche Form zum männlichen Geschlecht sexualisiert.

Die Sprache wird somit zu einer höheren Differenz umgebaut. Während früher alle Kunden sprachlich gleich waren und man eventuell unabhängig von der Sprache verschiedene Kundengruppen in verschiedene Kaufverhalten eingeteilt hat - dabei natürlich eben auch Männer und Frauen, denn deren Kaufverhalten ist wohl in der Tat unterschiedlich - sind es jetzt alleine schon sprachlich grundsätzlich verschiedene Kunden, denen sich um so besser grundlegend verschiedene Eigenschaften zuweisen lassen. Kunden und eben Kundinnen, die damit offensichtlich alleine schon von der Sprache her etwas anders als Kunden sind.

Es ist so, als würden wir vorgeben, dass Brillenträger gesondert anzusprechen sind: Liebe Brillenträger und solche ohne Brille. Natürlich würde das bei jeder Anrede den Unterschied hervorheben und immer und überall klarstellen, dass hier grundlegend zu unterscheiden ist, dass eine der beiden Gruppen wohl besser oder schlechter ist. Wir würden automatisch immer im Hinterkopf behalten und darauf achten, ob unser Gegenüber nun mit oder ohne Brille da steht. Der Zustand “Brillenträger” würde permanent im Raum schweben und müsste immer beachtet werden. Und genau das ist offensichtlich das Ziel der Bewegung, die das umsetzt: Die Omnipräsenz der Opferrolle “Frau”. So geht es grundsätzlich um “alle Kunden außer weibliche sowie explizit weibliche Kunden”, kurz: liebe Kunden und Kundinnen. Besonders sichtbar auch beim Genderstern o.ä. ala Kund*innen: Im * steckt alles außer die Kundinnen, welche omnipräsent im Wort stecken, wenn man alles außer die Kundinnen, also das Sternchen, Doppelpunt, oder was auch immer an der Stelle entfernt. Offensichtlicher kann man nicht darstellen, dass es gar nicht um Gleichstellung oder Gleichberechtigung geht. Die Omnipräsenz der Opferrolle “Frau”.

Genau das haben wir nun aber halt erreicht. Es ist geschehen. Es wurde umgesetzt. Ein Fehler, der sich wohl eher nicht wieder rückgängig machen lässt.

Nur mit Neid können wir nun noch auf andere Länder blicken, in denen das vernünftiger angegangen und in denen Dilemma daher wesentlich sinnvoller gelöst wurde:

Wohl kaum jemand denkt heute in den UK beim grammatisch männlichen Prime Minister ausschließlich an einen Mann. Ganz im Gegenteil. Und wenn in Hollywood jemand nach einem “actor” fragt, ist nicht automatisch ein Männerbild im Kopf. Trotz neutralen Artikels wäre eigentlich ministress das weibliche Gegenstück zum damit männlichen minister. Erst durch das Vermeiden von ministress wird minister nun neutral. In Wörterbüchern wird hierzu explizit von “a person who…” geschrieben, was dies unterstützt, während unser Duden nun um so mehr bei Wörtern der Art darauf besteht, diese als “ein Mann, der…” zu definieren. Wir wollen es so.

Ja, wir mussten unbedingt eine Bundeskanzlerin erschaffen, statt es beim Bundeskanzler zu belassen. Die Gelegenheit wäre günstig gewesen, dass der Bundeskanzler geschlechtsneutral assoziiert wird. Aber das darf in Deutschland ja nicht sein und so musste Merkel Bundeskanzlerin werden. So dass auch klar festgelegt wird, dass sie kein Bundeskanzler ist und Bundeskanzler nur andere waren, sind und sein werden!

Der Effekt ist, dass es bei uns an der Stelle eine Wertung geben kann. Ist Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin besser? Hm, gute Frage. Wie auch immer wir die Frage beantworten: Bei actor und prime minister stellt sich diese Frage halt erst gar nicht.

Das Thema ist rum. Im Deutschen wird die Bedeutung von Genus und Sexus seit ein paar Jahren vermischt. Und die Geister, die wir damit riefen, die werden wir ziemlich sicher so schnell nicht mehr los. Der Mitarbeiter ist halt etwas anderes als die Mitarbeiterin. Leistet nun die Mitarbeiterin das Gleiche wie der Mitarbeiter? Dieses Damoklesschwert hängt nun über allem im Raum.

Die Frage stellt sich also um so mehr: Was können nun Mitarbeiter, das Mitarbeiterinnen nicht können? Was können Kollegen, das Kolleginnen nicht können? Die Frage können wir uns prima stellen. Jetzt, da immer und überall der geschlechtliche Unterschied omnipräsent sein muss, um so besser denn je. Wir machen das so überhaupt erst zu einem Problem!

Herzlichen Glückwunsch, lieber Feminismus. Habt ihr prima gemacht.

Das hat Folgen. Und zwar ausgerechnet solche, die der Feminismus oberflächlich ablehnt, innerlich damit aber um so mehr verfolgt: Der Unterschied zwischen den natürlichen Geschlechtern selber wird deutlich verschärft.

Denn was wir als Fazit hier, ja sogar aus besagter Studie oben, aber quasi aus allem im Leben damit nun am ehesten mitnehmen können: Frauen und Männer unterscheiden sich offensichtlich eklatant. Ich mein, wenn doch so hart daran gearbeitet wird, das festzustellen und festzusetzen, dass es in jeder verdammten Anrede deutlich herausgestellt wird, es unsere Pflicht ist es dort herauszustellen, es herauszustellen ist, so wird doch wohl wirklich etwas daran sein. Wenn “liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter” statt schlicht “liebe Mitarbeiter” für alle irgend einen Sinn haben soll, dann doch wohl, dass es einen nennenswerten Unterschied zwischen beiden gibt, auf den überall und immer an erster Stelle als allererstes einmal hingewiesen werden muss. Auch keine andere Form des Genderns ändert etwas daran: Auch Mitarbeiter:innen stellt klar und deutlich fest, dass Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen klar etwas anderes sind - hierbei natürlich insbesondere dadurch, dass Mitarbeiterinnen besonders präsent sind (es ist halt quasi exakt dieses Wort). Wer der Art gesondert benannt werden will, will offensichtlich auch anders behandelt werden. Denn darum geht es bei einer solchen Unterscheidung ja nun!

Bezeichnend, dass aktuell - in einer Welt, in der die Erkenntnis, dass Gendern völlig überflüssig ist, verboten ist - ein Verwaschen der Sprache, das Berauben um dessen feiner Ausdrucksmöglichkeiten, noch immer vielversprechendste Ausweg aus dem Dilemma ist: das substantivierte Partizip Präsens. Mitarbeitende sind nun nicht länger Mitarbeiter, die gerade aktiv mitarbeiten, sondern schlicht Mitarbeiter beliebigen Geschlechtes, die in dem Moment alles andere als mitarbeiten müssen. Ausgerechnet das noch als die beste Lösung? Ich komm aus dem Facepalm wahrlich nicht mehr heraus.

Dass es dem Feminismus hierbei nicht um Neutralität ging, sondern um das Hervorheben der Weiblichkeit, ist mehr als offensichtlich: sonst hätte man die Grundform als Basis genommen. Kunden:innen. Kollegen:innen. Hat man nicht. Es sind Kund:innen, nicht Kunden:innen. Es sind Kolleg:innen, nicht Kollegen:innen. Es ist grundsätzlich allein die weibliche Form, die hier dominant zum Vorschein tritt. Dass sich so viele vor diesen Karren spannen lassen und an dieser Form der Diskriminierung mitwirken, verwundert schon irgendwo, aber dass der Feminismus das so will, verwundert ja nun keineswegs.

Kein Wunder daher auch, dass schon besagte Studie primär einmal zwischen Männern und Frauen unterscheidet, die den Bogen auszufüllen haben und die in gesonderten Tabellen auch noch im Ergebnis gesondert hervorgehoben werden. Die Testpersonen antworten durchweg unterschiedlich und das klarer zwischen den Geschlechtern als zwischen Test A und Test B. Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind also wesentlich entscheidender als die grammatikalische Form. Der Unterschied ist nicht groß iund nicht von Relevanz, weshalb er auch kaum Beachtung findet - jedoch noch immer größer als der zwischen Test A und Test B. Wenn man schon auf die Idee kommt, aus einem Unterschied zwischen Antworten auf Test A und Antworten auf Test B irgend etwas ableiten zu wollen, ist es somit noch wesentlich sinnvoller, aus den unterschiedlichen Antworten der Gruppe der Männer und der Gruppe der Frauen etwas ableiten zu wollen. Wenn man daraufhin den Unterschied schon dermaßen in der Grammatik festhalten muss, dann wird dieser Unterschied an der wesentlich entscheidenderen Stelle der Realität ja doch wohl um so mehr zutreffen.

Und das ist allgmeingültig und nichts Besonderes hier in der Studie. Fast überall unterscheidet man zwischen Männern und Frauen. Die Menschen wollen es offensichtlich so. Insbesondere Feministen unterscheiden ja um so mehr zwischen Frauen und Männern - darum geht es ihnen ja gerade. Offensichtlich sind Frauen und Männer in der Tat unterschiedlich. Bedarf, Interessen, die Denkweise allgemein ist anders, deutlicher kann das Ergebnis hier wohl kaum ausfallen.

Also warum - um alles in der Welt -, wenn diese Erkenntnis doch so klar ist, sollte eine ungleiche Verteilung bei Bedarf und Interessen und somit auch unterschiedliche Verteilung bei Beruf, Hobby und allgemein Aufgaben aller Art, an dieser Stelle nicht in Ordnung und nicht völlig natürlich sein?

Insbesondere in Ländern, in denen man die freie Wahl hat, zeigen sich daher auch große Unterschiede in der Verteilung bei Freizeitaktivitäten und der Berufswahl. Gerade da, wo jeder die freie Wahl hat, bilden sich um so mehr typische Frauen- und Männertätigkeiten und somit eben auch -berufe aus.

Man gehe mal in einem freien Land in eine Grundschule, Krankenhaus oder Pflegeberufe allgemein und sehe: vorwiegend arbeiten dort Frauen.

Man gehe mal in einem freien Land in die Schwerindustrie, Abfallwirtschaft oder MINT allgemein und sehe: vorwiegend arbeiten dort Männer.

Dann gehe mal in ein unfreies, rücksträndiges, armes Land und sehe dort: Diese Aufteilung gibt es dort mitunter nicht.

Und was wollen wir, getrieben vom Feminismus, nun erreichen? Letzteres, nicht wahr!?

Bitte einmal drüber nachdenken.

Statt eine Ungleichverteilung zu verteufeln und dem entgegen zu wirken, wäre es somit wesentlich sinnvoller, das um so mehr zu unterstützen und aber eben auch wertzuschätzen. Daran wird aber quasi gar nicht gearbeitet. Viel lieber arbeitet man daran, möglichst viele aus der einen Gruppe in angesehenere Beschäftigungen der anderen Gruppe zu drücken - ungeachtet dessen, ob diese das überhaupt wollen.

Herzlichen Glückwunsch auch hier. Und mein Beileid an alle die, die sich davon drängen lassen haben.

Denn genau gegenteiliges und somit real schädliches, wie passend, als man vorgeblich verfolgt, wird nun real verfolgt. An vielen Stellen, bspw. im Öffentlichen Dienst, wird nun seit einiger Zeit auf entsprechende Quoten geachtet. Mit dem Ziel einer möglichst hohen Gleichverteilung in ehemals und insbesondere noch aktuell vorwiegend von Männern wahrgenommenen Bereichen - und auch da zeigt sich die Einseitigkeit, denn auf von Frauen dominierte Bereiche trifft das natürlich nicht zu - wird ungeachtet natürlicher Präferenz unterschiedlicher Geschlechter und einer oftmals sehr einseitigen Verteilung der Geschlechter bei Bewerbungen eine Gleichverteilung bei der Auswahl hieraus verlangt. Daraus wiederum folgt, dass bei einer Auswahl von Kandidaten für Berufseinstieg und Beförderungen weniger die Leistung zählt, sondern insbesondere das passende Geschlecht.

Das kann zu Stilblüten führen, wie beispielsweise, dass unter 10 männlichen Bewerbern und einer Frau die Frau gewählt wird, weil diese aktuell schlicht benötigt wird und somit die einzige ist, die hier überhaupt in Frage kommt, ungeachtet der tatsächlichen Geeignetheit. Das ist kein Hirngespinst, das passiert wirklich, genau so schon erlebt: Unter diversen prima geeigneten Kandidaten wurde eine Bewerberin gewählt und schon im ersten halebn Jahr in mehr Förderprogramme gesteckt, die andere Kollegen nach 10 Jahren noch nicht durchlaufen haben.

Und diese Entscheidung erfolgt aus gutem Grund: wegen der entsprechenden Regeln. Völlig logisch und für die, die es ausführen, in dem Moment absolut sinnvoll. Dies wiederum führt zwangsläufig dazu, dass auch recht offensichtlich technisch besser geeignete Bewerber abgelehnt werden und weniger fähige Personen den Job erhalten bzw. befördert werden. Denn insbesondere in den Führungsetagen ist der Drcuk groß, ein vermeintliches Gleichgewicht mit Druck von außen herzustellen. Das lässt sich tatsächlich in der Praxis beobachten und die Folge ist, dass diejenigen, die sich dessen bewusst sind, automatisch an solche Fälle denken, wenn sie entsprechenden Personen des einen oder anderen Geschlechtes gegenüber stehen.

Das im Übrigen natürlich völlig unabhängig des Geschlechtes derjenigen, der dies berücksichtigen. Denn wenn die Wahrscheinlichkeit, dass jemand auf Grund des Geschlechtes bevorzugt wurde und jemand des benachteiligten Geschlechtes auf gleicher Ebene ist, wer wird denn dann wohl tatsächlich und ganz real mit höherer Wahrscheinlichkeit die fähigere Person sein? An wen wird sich so jemand nun wenden, wenn er die freie Wahl hat? Na? Auch hier: Herzlichen Glückwunsch! Ihr wolltet es so.

Insbesondere unfair ist dies gegenüber Frauen, die in ihrem Job wirklich gut sind und deshalb aufsteigen und nicht weil sie vom geförderten Geschlecht sind. Derer gibt es selbstverständlich auch. Nun haftet auch diesen blöderweise der Makel an. Aber, wie gesagt, man will es halt so.

Der Feminismus hat erreicht, was er erreichen wollte: Während früher das Geschlecht von keiner wesentlichen Bedeutung bei der Beurteilung der Leistung war, ist dies heute systemimmanent und muss berücksichtigt werden. Aus der zwangsläufig durchzuführenden Berücksichtigung bei der Wahl der Einstellung folgt ganz natürlich auch eine bei der Beurteilung des Nutzers einer Leistung. Eine aus Besetzungsregeln folgende Wahrscheinlichkeitsverteilung der unterschiedlichen Leistungsfähigkeit ist damit ganz natürlich - und kann daher in logischer Konsequenz natürlich auch berücksichtigt werden! Sagen darf man das natürlich nicht.

Der Elefant im Raum.

Dass es Unterschiede über die Geschlechtsmerkmale hinaus gibt, ist dabei klar und deutlich. Wer daran zweifelt, soll sich mal die Frage stellen, weshalb dennoch ganz bewusst an so vielen Stellen zwischen beiden Geschlechtern unterschieden wird und das auch ganz bestimmt nicht geändert werden soll bzw. doch sogar noch an einer immer höheren Unterscheidung und Differenzierung gearbeitet wird - und zwar insbesondere von denen, die doch so sehr für Gleichberechtigung und Gleichstellung sind.

Wer daran zweifelt, dass die Unterscheidung gewollt ist, sollte sich folgendes bewusst machen: Erst wenn im Sport nicht mehr unterschieden wird und es jeweils EINE Liga für ALLE gibt, EINEN Wettkampf, EINE Tabelle und EINE Siegerehrung bei Olympia&co. und es EINE absolute Einheitlichkeit ALLER Regeln inklusive Gleichheit ALLER Leistungsanforderungen gibt, werde ich akzeptieren, dass an irgend einer anderen Stelle eine Quotenregelung in irgend einer Form sinnvoll sein könnte, die eben eine solche Leistungsgleichheit als Voraussetzung hat!

Wird nicht passieren. Weil unsinnig. Klar. Die Konsequenz ist jedoch, dass halt eben auch abseits des Sports Leistungsunterschiede existieren. Physisch genauso wie psychisch. Und das selbstverständlich nicht nur einseitig, denn wer an der einen Stelle Vorteile hat, hat doch wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit an der anderen Stelle dafür wiederum Nachteile; wer kennt nicht die berühmte Männergrippe, die quasi spurlos an Frauen vorbei geht? (Na, wer hat die bewusste Anspielung auf physisch vs. psychisch in diesem Beispiel nicht sofort erkannt?) Die Natur hat doch wohl noch nie einseitige Vorteile hervorgebracht, ohne dass der andere Part ausstirbt!). Diese Schlussfolgerung zu ziehen, das ist jedoch wohl offensichtlich sau schwierig.

Dabei darf es keineswegs darum gehen, etwas den einen auf Grund ihres Geschlechtes zu erlauben und den anderen nicht. Das ist natürlich Blödsinn. Das führt nur zu so Stilblüten wie dass eine offensichtlich zu einem Geschlecht zugehörige Person behauptet, vom anderen Geschlecht zu sein. Klar, wenn die einen was dürfen und die anderen nicht, ist das ja nun auch eine absolut nachvollziehbare Konsequenz. Männer ziehen keine Kleider an und ich mag als Männer aber Kleider? Männer stehen nicht auf Männer und ich mag aber Männer lieber? Männer prügeln sich gerne und lieben den Muskelvergleich und ich als Mann verabscheue das? Dann muss ich wohl trotz Penis eine Frau sein, nicht wahr? So ein Blödsinn!

Es ist vor allem absolut unnötig, wenn man sich bewusst ist, dass nur weil der Durchschnitt in eine Richtung zeigt, das Individuen in einer Fallbetrachtung dennoch völlig anderes geartet sein kann. So wie eine Olympionikin in ihrer Disziplin wohl einen beträchtlichen Anteil Männer weit hinter sich lässt, wird manch Frau auch in einer beliebigen anderen Männerdomäne eine beträchtliche Anzahl Männer hinter sich lassen. Jedoch können wir dabei eben nicht davon ausgehen, dass eine 50:50-Quote an der Stelle sinnvoll ist und was anderes darstellt als dass durch Quote an ihre Position gebrachte und in der Art bevorteilte Menschen andere, technisch besser geeignete Kandidaten verdrängen und somit für eine Verzerrung der Leistungsfähigkeit der Teilnehmer gesorgt wird.

Wenn in allen olympischen Disziplinen des gemeinsamen Wettkampfes unter den Top 10 - angelehnt an die 50:50-Ziele in unserer Berufswelt - so am Ende mindestens 5 Frauen neben 5 Männern antreten müssten, wie sähe das Endergebnis einer gemeinsamen Tabelle der besten 10 aus? Beispiel 100-Meter-Lauf unter den Top-5-Teilnehmern Paris 2024: Männer zwischen 9.79 und 9.85, Frauen zwischen 10.72 und 10.97. Würd doch wohl keiner haben wollen, diese für ein gemeinsames Gesamtergebnis in eine gemeinsame Tabelle zu stecken: Top-5 alles Männer, bottom-5 alles Frauen. Es kann also prima sein, dass der schnellste Schüler an einer Schule ein Mädchen ist, oder der fähigste Mitarbeiter in einer Firma eine Frau genauso gut wie ein Mann. Dennoch sollte man sich eben NICHT wundern und darüber echauffieren, wenn eine entsprechende Auflistung der Top-10 der besten Mitarbeiter mal vornehmlich ein bestimmtes Geschlecht zeigt und dagegen agieren, nur weil das nicht sein darf. Dennoch ist genau das der Fall und in manch Bereich, in dem sich nun ein natürliches Ungleichgewicht herausgebildet hat, soll es dann aber dann sinnvoll sein, das per Quote zu egalisieren. Das soll richtig sein? Bestimmt nicht! Dennoch ist es genau das, was aktuell umgesetzt und forciert wird.

Wie gesagt, zumindest in den Bereichen, in denen Männer vorher in der Überzahl waren und die angesehen sind. In den Bereichen, in denen eine der Bedingungen nicht zutrifft, gibt es das nicht. Bei uns leeren aktuell 100% Männer die Mülleimer und Erzieher der Kinder sind fast ausschließlich Frauen und ich sehe nicht, dass sich daran alsbald etwas ändern soll.

Aber mal zum Generisches Maskulinum an sich. Der Wortneuschöpfung der 1980er. Die - laut Wikipedia - “sexusindifferente […] Verwendung maskuliner Substantive oder Pronomen”. Ist dem überhaupt so? Was hatte Klein noch gleich für Beispiele des Generischen Maskulinum? Die Einwohner, die Bürger, die Wähler, die Kunden, die Leser und die Schüler, nicht wahr? Alles Generisches *ehm* *hust* Maskulinum. Ernsthaft?

In seiner Auswahl finden sich zum Generischen Maskulinum zwei Sätze mit männlichem Pronomen, zwei Sätze mit weiblichem Artikel und zwei ganz ohne. Das ist kein Zufall. Dies spiegelt in der Tat recht realistisch das als zu männlich wahrgenommene “Generische Maskulinum” sehr gut wider: Etwas, das in der Realität tatsächlich recht wenig männlich und genauso gut weiblich ist. Das Generische Maskulinum ist in der Praxis so generell gar kein Maskulinum. Man rennt da seit Jahren einer Bewegung hinterher, deren Grundlage eine Stimmung, ein Gefühl ist, ein Hoax, das falscher nicht sein könnte. Dass sich so etwas so viel Gehör erwirtschaftet hat, ist weniger der tatsächlichen Gegebenheiten geschuldet, als vielmehr der Vehemenz, mit der es verfolgt wird.

Deutlich sichtbar wird die Fehlinterpretation einmal mehr in der Wikipedia. Folgend eine Aussage aus einer Tabelle im Artikel zum Generischen Maskulinum: “Die Grundform bezeichnet eine männliche Person oder ein männliches Tier, wenn a. entweder ein bestimmtes Individuum gemeint ist und/oder b. der Kontext darauf hinweist, dass eine männliche Person oder ein männliches Tier gemeint ist.” Folge ist, dass diese Grundform auf Seite “Sexus männlich” steht. Das steht aktuell genau so in der Wikipedia: Wenn aus dem Kontext klar ist, dass es sich um eine männliche Person oder ein männliches Tier handelt und eben NICHT durch die Grundform an sich schon, daraus folgt dann, dass die Grundform männlich ist! Wer hat sich das überlegt? Das hat sich niemand überlegt, das hat nur wer so aufgeschrieben. Denn wenn aus dem Kontext klar ist, dass damit eine männliche oder weibliche Person bezeichnet wird, dann ist die Grundform das eben nicht von sich aus. Erst der Kontext bestimmt männlich oder eben genauso gut weiblich. Somit bezeichnet die Grundform eben NICHT eine männliche Person oder ein männliches Tier. Selbst beim Individuum wird dies allein durch den Kontext bestimmt: Den Kontext, dass man von einer russischen Ärztin schreiben würde, wenn es ein bestimmtes weibliches Individuum wäre und es sich somit - in dem Kontext - um einen männlichen Arzt handeln dürfte, wenn von einem bestimmten und somit eben bekannten russischen Arzt die Rede ist. Der Punkt a. ist an der Stelle schlicht falsch und zu kurz gedacht - nicht nur weil die Schlussfolgerung “nicht weiblich” heutzutage ja nun wahrlich nicht gleich heißt “somit männlich”. Schon das sollte dem Leser heutzutage einen deutlichen Facepalm ins Gesicht zeichnen: Als Gegenstück zum rein weiblichen “Ärztin” kann der “Arzt”, als alles andere beinhaltend, schlicht gar nicht rein männlich sein, wenn es, wie es aktuell vorgegeben ist, nicht nur männlich und weiblich gibt! Geht nicht. Da verbleibt eine logische Lücke. Mit Logik hat man es an der Stelle also nicht.

Lassen wir mal außer Acht, dass alleine schon der Schluss “nicht weiblich somit männlich” nicht stimmt und lassen Geschlechtslose und Diverse außer Acht, so führt es doch dazu, dass immer, wenn man nicht die spezifisch weiblich Form wählen muss, die Grundform und auch für Individuen neutral ist: der allgemeine Satz “ein russischer Arzt könnte das auch” ist neutral und nicht schon männliche bestimmt. Er trifft auch auf Frauen zu. Somit ist die Grundform generell unbestimmt und nur indirekt im Spezialfall des bekannt bestimmten Individuums im Kontext “kein weiblicher Suffix, daher muss es männlich sein” bestimmt (wie gesagt, das auch nur unter Missachtung, dass es mehr als männlich und weiblich gibt). Die Beispielsätze sind hierzu in der Wikpedia nicht allgemein, sondern spezifisch gewählt, um das zu kaschieren. Höchst wahrscheinlich von Auditoren mit persönlichem Bias in eben dieser Richtung - was im Anbetracht der Wikipedia nicht verwundert. (Dazu gehe ich nicht weiter drauf ein.)

Die Grundform ist an sich somit nicht geschlechtlich und kann NUR und AUSSCHLIEẞLICH durch Kontext oder weitere Spezifikation männlich assoziiert werden! Ein gewaltiger Unterschied zum spezifischen Weiblichen und nicht vergleichbar hiermit, bei der schon der Suffix alleine völlig kontextlos eine Weiblichkeit definiert.

Die Kunden sind grundsätzlich eines beliebigen Geschlechtes und können weibliche Kunden genauso wie männliche Kunden sein - und darüber hinaus eben auch alles andere. Der Kunde als Gegenstück zur Kundin kann daher gar nicht ein männlich sein. Eine direkte Gegenüberstellung der Grundform als “Sexus männlich” gegenüber der Form mit weiblichem Suffix als “Sexus weiblich”, wie es die Wikipedia besagter Tabelle macht, ist daher daneben und pure Meinungsmache. Die Grundform ist gar kein Gegenstück zur spezifisch weiblichen Form. Das jedoch ist Grundlage der gesamten Bewegung, die dieses Gefühl seit Jahrzehnten predigt und somit verfestigt. Und wie stark Religionen sind, die mit derartiger Vehemenz verfolgt werden, sollte jedem, auch insbesondere Atheisten, klar sein!

Ich traue jedenfalls einer Bewegung, die “die Kunden” als zu männlich ansieht und aber “der Teilnehmende” korrekt neutral gendert, schlicht nicht zu, an der Stelle sprachlich korrekt zu argumentieren. (Da lassen sich sicher noch bessere Beispiele finden, die eindeutiger genau falsch herum angesehen werden.)

Die Allgemeinheit sieht das offensichtlich anders. Das ist alles so korrekt so. Wir brauchen Kundinnen und Kunden, da Kunden alleine nicht reicht. Ja, natürlich ist das so, nicht wahr? Denn genau das ist passiert!

Wie gesagt: Dass die Grundform gar nicht männlich ist, das war vielleicht einmal so. Bevor man die Sprache tatsächlich in die vermeintlich richtige Richtung verändert hat. Spätestens heute ist es das nicht mehr. Die Grundform ist JETZT tatsächlich männlich. Man hätte damals sinnvollerweise besser die spezifische Form gestrichen und damit wirklich Gleichberechtigung und Gleichstellung erreicht: Wenn alles nur Kunden sind, egal ob diese männlich oder weiblich sind, so wie alle Schauspieler in Hollywood “actors” sind, egal ob sie nun männlich oder weiblich sind, und auch der Prime Minister nicht auf das Geschlecht schließen lässt, so wäre es damit auch in der deutschen Sprache wesentlich einfacher, sich auszudrücken. DAS wäre tatsächlich fair für ALLE gewesen. Insbesondere auch für die, die nicht weiblich sind. Wir wollten es so jedoch nicht. Und so kam es dann halt auch nicht so.

Wir haben die Kunden zu männlichen Kunden gemacht und so brauchen wir nun die Kundin, um klar auszudrücken, dass der Kunde ein männlicher Kunde ist. Das war dumm. Echt dumm. Denn es hat Folgen. Aber nun ist es halt einmal so. Kundinnen sind keine Kunden. Das erst ermöglicht eine grundlegend immer im Raum stehende Unterscheidung. Gleichberechtigung und Gleichstellung werden hiermit erschwert. Aber sei’s drum, wer Wind sät, will Sturm ernten.

Denn, wie schon gesagt, genau das will der Feminismus ja nun auch. Unter dem Vorwand von Gleichberechtigung und Gleichstellung die eigenen Vorteile ausbauen. Bestes Beispiel: die Gleichstellungsbeauftragte. Per Definition weiblich, per Definition nur durch Frauen gewählt, soll sie für alle zuständig sein und ein Gegenstück, der männliche Gleichstellungsbeauftragte, ist gar nicht vorgesehen. Fair? Ja natürlich! Spätestens wenn man Feministen fragt. Das muss so.

Und so kommt es, dass wir auch in unseren Gesetzen nur dort für Gleichstellung sorgen, wo dies zum Vorteil der einen Seite ist und die Einseitigkeit auf der anderen Seite mal schön so belassen, wie sie ist. Das ist richtig so und wir wollen das so. So ziehen sich weiterhin Ungleichstellungen und Diskriminierung eines Geschlechtes durch alle Gesetze bis hinunter zum Grundgesetz: Nur “Männer können vom vollendeten achtzehnten Lebensjahr an zum Dienst in den Streitkräften, im Bundesgrenzschutz oder in einem Zivilschutzverband verpflichtet werden.” Schon in unserer Verfassung ist die Diskriminierung des Mannes fest verankert! Wenn es hart auf hart kommt, dann können wir prima in traditionelle Muster verfallen, die wir doch vorgeblich so sehr ablehnen. Wir können und wollen das so! Offensichtlich viel zu viele schaffen das, ohne Knoten im Hirn zu kriegen.

Dass sich daraus weitere Diskriminierungen ableiten, ist doch kein Wunder: Die Ausrichtung am Feminin ist gesellschaftlich tief verwurzelt. So sehr, dass so mancher von denjenigen, die sich dem Kampf für Gleichberechtigung und Gleichstellung verschrieben haben, an manch anderer Stelle gute Gründe FÜR eine Diskriminierung und Benachteiligung findet. Krieg ist halt schmutzig und wer soll denn schon Hausfrau und Kind verteidigen, wenn nicht der Mann? Das traditionelle Rollenbild ist vielleicht verpönt, aber DA doch wohl nicht!?

Werte Damen und Herren. An manchen Dingen, seien sie noch so traditionelle Rollenbilder hervorhebend, wird sich nichts ändern.

So ist es an vielen Stellen selbstverständlich, dass die weibliche Verhaltensweise die erwünschte und die männliche die unerwünschte ist. Das fängt schon in der Schule an. Was man unter erwünschten bzw. nicht erwünschten Verhaltensweisen findet, kann man grob in “typisch Mädchen” und “typisch Jungs” einsortieren. Das eine erwünscht, das andere unerwünscht. Wundert sich da noch irgendwer, dass bestimmte Krankheitsbilder immer ausgeprägter werden? Dass bspw. immer mehr vornehmlich Jungs ADHS haben? Mich wundert das kein bisschen.

Zumal es eine notwendige Folge ist, in einer Welt, in der die klassische Familie immer weniger eine Rolle spielt und zum Phänomen verkommt, das man noch am ehesten unter Einwanderern findet: Für Eltern, die beide einem Beruf nachgehen, vor allem aber für Alleinerziehende, ist es nun eine Wohltat, all zu aufmerksamkeitshaschende Kinder ganz offiziell mit Medikamenten ruhigstellen zu können: Die Diagnose “Krankheit” wird mit Dank angenommen. Zumindest bis sie Erwachsen sind und dann selber klarkommen müssen.

Verwundert es da nun, dass der Anteil Männer in Gefängnissen deutlich überwiegt? Mich nicht. Wie war das nochmal mit Gleichstellung und Quoten? Quoten im Job, also eine Ungleichbehandlung verschiedener “Bewerber” zur Erreichung einer Gleichverteilung unter den Geschlechtern, sind nicht sinnvoller als eine solche auch hier zu fordern. Wie wäre es also damit, vor Gericht Urteile entsprechend daran auszurichten, welchen Geschlechtes der potentielle Insasse ist und so eine bessere Gleichverteilung der Geschlechter anzustreben? Ein unsinniger Gedankengang? Es ist nicht weniger Unsinnig als eine geschlechtliche Diskriminierung zur Gleichstellung an anderer Stelle umzusetzen, so wie es getan wurde. Denn während im Job alle die gleiche Chance haben und eine gleich fähige Frau sowieso schon die gleichen Chancen wie ihr männlicher Kollege hat und jetzt durch Quotenregeln gar eine bessere erfährt, ist das bei Straftaten, die auf teils weiterhin insbesondere männerdiskriminierenden Gesetzen beruhen, weitestgehend umgekehrt:

Ein Mann oder eine Frau reißt sich auf der Bahnhofsstraße den Mantel auf und zeigt den nackten Körper darunter. Wer wird wohl eher verurteilt und vor allem nach was? Alleine schon in der Wahrnehmung dessen dürfte es krasse Unterschiede geben und für den Mann doch sogar ganz andere Straftatbestände, die es für die Frau erst gar nicht gibt. Somit ist eine Quote zur Gleichstellung hier stark indiziert!

Also, nur her mit der Verurteiltenquote! Der geschlechtsbezogene Bonus vor Gericht ist längst überfällig!

Spätestens wenn wir erkennen, dass Frauen im Schnitt länger leben und es auch da eine offensichtlich einfachste Lösung gibt, hier eine Gleichverteilung herzustellen, sollte doch wohl jedem mit Verstand klar sein, dass die Gleichverteilung als fundamentale Basis und höchstes Ziel nicht taugt, dies zu verfolgen Schwachsinn ist und diejenigen, die hieran dennoch glauben, vielmehr selber an einer einer psychischen Krankheit leiden als das Wohl der Gesellschaft im Sinn zu haben.